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- Geschrieben von: Ewald Klumpp
- Kategorie: Zeitungsberichte
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Männerchor Mösbach bietet wieder heiteres Theater
Achern-Mösbach (sp). Geht in Mösbach ein Geist um? Wird heimlich Schnaps gebrannt? Rauchen Klosterdamen Zigarren? Die Antworten auf solche Fragen erhielten mehr als 700 Gäste des Männerchors Mösbach. Im 99. Jahr seines Theater-Ensembles präsentierte er unter Regie von Hans Peter Doll ein Lustspiel der Extraklasse. Geist Heribert (Manfred Doll) tauchte darin wie aus dem Nichts auf, sorgte für allerlei Turbulenzen und war aber auch Retter in der Not.
Denn das Bistum will das Kloster Abendrot schließen, es lukrativ verkaufen und die Klosterdamen nebst deren exzellenten Fähigkeiten im Schnapsbrennen und dem Keltern vor die Türe setzen. Doch die hohe Geistlichkeit mit Domkapitular Hansemann (Ewald Klumpp) an der Spitze hat die Rechnung ohne die fidelen Nonnen Gottfrieda (Bianca Straub), Pankrazia (Annette Ohnmacht) und Appolonia (Maria Doll) gemacht. Sie sind wahrlich mit allen Wässerchen gewaschen, Expertinnen für ein fröhliches Leben und bekommen vom gütigen Herrn Pfarrer (Matthias Streck) volle Rückendeckung.
„Für die beiden Aufführungen mit allem Drum und Dran fielen 1850 ehrenamtliche Stunden an“, sagte Vorsitzender Manuel Klumpp, der sich über zwei ausverkaufte Theaterabende, enorm viel Einsatz und eine lange Tradition freut. 2027 sind es 100 Jahre, dass die Sänger nicht nur fröhliche Lieder auf den Lippen haben, sondern auch über vorzügliche Schauspieler verfügen.
Dies bestätigte sich mit dem Lustspiel "Heribert, der Klosterfrau Narzissengeist“, das Hans Peter Doll dem Ensemble regelrecht auf den Leib inszenierte. Es bot viele witzige Dialoge, die den Zuschauern die Lachtränen in die Augen trieben, perfekt in Szene gesetzt in einer herrlichen Kulisse von Dieter Doll und Paul Skomrock, bei der sogar das Wasser eines Brunnens plätscherte.
In diesem Ambiente war Feuer unter dem Klosterdach, als die aufgetakelte Elvira von Suppenhahn (Mia Kelsch) und Bruno Schnäpperli (Timo Doll) sich das alte Gemäuer unter den Nagel reißen wollen, auch der geldgierige Bürgermeister Egon Dünkel (Marcell Doll) mischt mit seiner Frau Eulalia (Alina Haas) kräftig mit. Dünkel kündigt den Klosterdamen die Pacht für die Obstwiesen und Weinberge.
Doch die alte Kräuterfrau Babett Fenchel (Verena Reith) hatte immer an Geist Heribert geglaubt, bis er eines Tages dann leibhaftig vor ihr steht. Heribert verbündet sich mit dem Mädchen für alles (Hansjörg Doll), nimmt das Heft in die Hand und mischt das Klostergemäuer mit seinem köstlichen „Narzissengeist“ kräftig auf.
Der Verkauf scheitert, die Investoren suchen das Weite und die Nonnen lassen im Stile von „Sister Act“ die Puppen tanzen.

